leben, laufen, und NEIN, ich kenne den Herrn Lugner nicht persönlich!!!
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Das Jahr 2010 ist um, es lebe das Jahr 2011!

Okay, es sind noch drei Tage des alten Jahres zu überstehen... wer weiß, ob ich sie überhaupt überlebe.. und dann wäre dieser Eintrag völlig lächerlich und unnötig. Es kann so schnell gehen, besonders im Straßenverkehr, keine Frage. Aber ich bin ja Optimist und daher mache ich diesen Eintrag trotzdem. Obwohl das Jahr noch nicht ganz durchtaucht ist.

 2010 war ein sehr ereignisreiches Jahr. Sportlich hat sich einiges ergeben, obwohl ich im Frühling beschlossen hatte, dieses Jahr "just for fun" zu laufen und die Wettkämpfe nicht als Kämpfe sondern als Erlebnis zu genießen. Es begann mit einem Start ohne Betreuer in Wals, der überraschend gute Kilometerzahlen brachte und darauf folgte das Übliche Procedere: Überlegen, planen und dann alles ganz anders machen.

 Einige kürzere Distanzen habe ich auch heuer in Angriff genommen, der Start beim Frauenlauf in Graz war interessant, der Römerlauf (Halbmarathon) genauso wie der Murpromenaden Halbmarathon sehr angenehm zu laufen. Vielleicht hat Gery recht und der Halbmarathon ist die Distanz der Middle-Ager?

Ach ja, Gery hat heuer seinen Schwerpunkt auf den Halbmarathon gelegt und ich bin in Vogau und Grießkirchen ohne ihn am Start gestanden, die Betreuung meines Vaters ganz allein genießend.

Dafür habe ich mich in Grießkirchen mit Thomas sehr gut unterhalten, wir waren im Sommer sehr viele Trainingskilometer gemeinsam unterwegs und er hatte wesentlichen Anteil daran, dass dies mein "geilster Laufsommer ever" wurde. Geniale Läufe in stockfinsterer Nacht, Gewitterstürmen und verrückte Aktionen wie etwa 24,5 Kilometer zu einem Badesee zu laufen, nur um nach einer Abkühlungsrunde darin wieder zurück zu laufen.. Plötzlich hatte ich wieder enorme Lust auf das Laufen und nichts schien unmöglich oder undenkbar. Und verrückt haben wir nur die Grenzen des Normalen. Aber leider endete dieser Kontakt im August sehr plötzlich, ich hab furchtbar gelitten auf jedem allein zurückgelegten Kilometer. Weil ich ja wusste, wie viel Spaß es machen konnte, gemeinsam zu laufen. Aber es ist nur natürlich, dass ein Läufer sich von einem langsameren Trainingspartner trennt, wenn er höhere Ziele anstrebt.

Beziehungstechnisch hat auch dieses Jahr nur eines gebracht: neue Erkenntnisse und einige Experimente. Ich frage mich manchmal, ob die Narben auf meinem Herzen bald auch von Außen sichtbar sein werden?

Im Juli hat dann schließlich mein Katzenmädchen Diesel den Kampf gegen die heimtückische Krankheit verloren und ich habe dieses kleine, tapfere Tier einsam begraben. Symptomatisch für mein Leben, dass ich auch in diesem Moment niemanden hatte, der für mich da sein hätte können. Alle jene, die oft genug um mich herum sind, wenn ich gern meine Ruhe hätte.. da waren sie gerade anderweitig beschäftigt.  In solchen Situationen sieht man erst, auf wen man sich wirklich verlassen kann: Mach mal die Augen zu, dann siehst Du.. genau: niemanden.

Jetzt sitze ich vor dem Computer, den ich demnächst gegen ein neueres Modell einzutauschen gedenke und tippe noch schnell ein paar Gedanken, bevor ich auf eine längere Laufrunde gehe.

Nach über drei Wochen extremer Verkühlung kann ich wieder halbwegs normal laufen, mein Puls spielt nicht mehr verrückt und ich bekomme auch wieder halbwegs Luft. Aber die Infektion hat mich natürlich ziemlich zurückgeworfen in meinem Training und so habe ich - wohl oder übel - beschließen müssen, den Dezember als "Ruhemonat" zu sehen und erst 150 Kilometer zusammengebracht.

Das Laufen wird wohl auch im Jahr 2011 ein Teil meines Lebens sein. Es ist die einzige Konstante in meinem Leben. Der selbe Weg, die gleichen Trainingseinheiten. In meinem Leben geht so viel Drunter und Drüber... Trost finde ich oft nur in dem gleichmäßigen Tappen meiner ASICS auf dem Asphalt (oder meiner Salomon auf dem Schnee)

Fast vergessen: Das erste Rockkonzert meines Lebens habe ich  heuer besucht. AC/DC in Wels und es war super! Und auch am Nova Rock Festival war ich, naja...

Weihnachten war durchwachsen. Am Heiligabend bin ich auf dem Heimweg überfallen worden. Damit hatte ich nicht gerechnet und entsprechend unprofessionell war meine Reaktion. Ich bin weggelaufen. Stumm. Es hätte mich dort, wo es passiert ist, auch niemand schreien gehört. Der Schreck sitzt tief und der Ärger über meine eigene Unaufmerksamkeit auch. Nach diesem Vorfall in der leeren Wohnung zu sitzen und zu hören, wie in der Wohnung über mir "Stille Nacht" gesungen wird... wieder ein Moment, der die Frage aufwirft: wie einsam kann/darf ein Mensch sein? Wem gegenüber soll ich denn jetzt zeigen, wie unglaublich tapfer ich bin?

In der Nacht vom 25. auf 26. Dezember hatte ich die Gelegenheit, mittels Mund-zu-Mund Beatmung ein Leben zu retten. Aber seither geht es mir womöglich mental noch schlechter. Als hätte ich mit dieser "Atemspende" einen Teil meiner Seele verloren. Das klingt momentan merkwürdig, wenn man aber bedenkt, dass viele Naturvölker den Atem mit der Seele in Verbindung bringen, ist es plötzlich gar nicht mehr so eigenartig. Ich hoffe nur, dass meine Seele über genügend Selbstheilungskräfte verfügt und das fehlende Stück einfach nachwächst. Momentan fühlt es sich nicht so an. Ganz im Gegenteil, erlebe ich diese Sekunden wieder und wieder und frage mich, wie es sein kann dass jemand, der schon ganz offensichtlich aus diesem Leben getreten ist, durch nur zweimaliges Beatmen wieder "da" ist? Die Theorie mit der Seele wird immer wahrscheinlicher. Aber das hilft mir jetzt nicht viel. Ich leide beinahe körperlich.

Noch drei Tage.

Es kann nur besser werden 2011. Hoffe ich.

29.12.10 13:26
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sepp (29.12.10 21:36)
Servus Birgit, Erfolge aber auch Nachdenkliches.
Alles gute für 2011.
Pass auf Dich auf.


p. (30.12.10 08:59)
ein jahresrückblick der besonderen art – mit tiefen – aber auch mit höhen. ehrlich und echt. schaurig und schön zugleich. lass uns anstoßen auf nullelf. PROSIT! lass uns die herausforderungen annehmen. PROSIT! lass uns kämpfen…weitermachen...genießen…lass uns wieder aufstehen nach dem fallen. PROSIT! nullelf du kannst kommen –wir sind bereit und warten auf dich. PROSIT


jeklin / Website (31.12.10 21:59)
hallo
2011 wird es schon besser werden!
wünsche gesundheit und glück in der liebe!
lg fritz

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