leben, laufen, und NEIN, ich kenne den Herrn Lugner nicht persönlich!!!
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Rückblick auf eine schöne Zeit

Es ist vorbei. Meine Zeit des aktiven Motorradfahrens ist beendet, meine Rückenbeschwerden lassen es nicht mehr zu, es ist wohl vernünftiger so. Heute hat der neue Besitzer meiner Thundercat bei mir vorbeigeschaut und hat erzählt, was für eine Freude er mit dem Radl hat . Hat mich sehr gefreut, auch wenns ein bissl weh getan hat, die Cat mit dem neuen Besitzer zu sehen.

Obwohl der Entschluss schwer gefallen ist und ich mit einer kleinen Träne im Auge zurückblicke, kann ich sagen, dass ich nichts ausgelassen habe. Alles, was ich machen wollte, habe ich gemacht und wollte Euch an meiner Rückschau teilhaben lassen. Hier meine Statistik:

Ich bin im Gelände gefahren und habe sehr viel Spaß dabei gehabt, war sogar in der größten Wüste Europas mit der KTM, bin auch auf offiziellen Moto-Cross Strecken gefahren, genauso wie einige kleine „illegale“ bzw. „halblegale“ Ausflüge im Umland von Graz dabei waren .

Auch auf der Straße habe ich glaub ich nichts ausgelassen. Ich bin zu jeder nur denkbaren Tages- und Nachtzeit unterwegs gewesen, bei jeder Witterung und zu jeder Jahreszeit. Im Regen, im Schnee, im Hagel. Bei Sturm, bei Sonne, vom Frühling bis zum Winter (und den Winter durchgefahren). Und es hat beileibe nicht nur Spaß gemacht . Wenn einem das Regenwasser im Nacken in die Kombi rinnt und in den Stiefeln steht, oder wenn man am Zielort angekommen nicht einmal den Helm öffnen kann, weil die Finger von der Kälte so klamm sind; wenn auf Höhe Hartberg Hagelkörner auf den Helm trommeln und weit und breit keine Chance, stehen zu bleiben und sich unterzustellen oder wenn man in der ärgsten Sommerhitze an einem geschlossenen Bahnübergang wartet, während man in der Lederkombi beinahe umkommt, das ist nicht nur lustig allein. Erst im Nachhinein manchmal...

Ich habe in die Sportart Supermoto hineingeschnuppert und festgestellt, dass es nichts für mich ist. Aber witzig zuzuschauen.

Auf den diversen Rennstrecken hab ich eine ganze Menge Spaß gehabt, leiwande Leute getroffen und einiges über Motorradtechnik gelernt (und teilweise wieder vergessen). Nicht zu vergessen die gewaltige Menge Kohle, die ich in diesen Zeitvertreib gesteckt habe !

Auf der Straße hab ich einige brenzlige Situationen gehabt, zwei Unfälle, davon einen wirklich unschuldig (abgeschossen worden von einem, der die Stop-Tafel überfahren hat) und einen berechtigt (nach Sekundenschlaf in eine Baustelle gerauscht). Einmal die Chance auf einen Tödlichen, wo ich bis heut noch über meine sekundengenau richtigen Re- und Aktionen staune . Ich habe wunderschöne Motorradstrecken in Südtirol, der Schweiz und Österreich befahren mit ganz tollen Bekanntschaften und Landschaftsbildern und habe „einspurig“ Flecken besucht, wo ich mit dem Auto nie hingefahren wäre, manche sogar mehrfach .

Nein, ich bereue nichts. Weder tut es mir leid um das viele Geld, das in dieses Hobby geflossen ist, noch um die viele Zeit, die ich auch für anders Dinge (zum Beispiel Familiengründung ) nutzen hätte können. Alles, was mich motorradtechnisch interessiert hat, habe ich gemacht, in letzter Zeit waren schon einige Wiederholungen dabei. Irgendwie war es immer möglich, Träume und Wünsche zu verwirklichen, wie oft kann man das schon von sich behaupten?

Was mir leid tut, ist dass ich mit vielen Leuten, die ich übers Motorradfahren kennengelernt hab, jetzt so gut wie nichts mehr zu tun habe, weil die ganz andere Hobbies und Interessen haben und das Motorradfahren die einzige Verbindung war .

Sicher, ich könnte probieren, ob es doch noch irgendwie geht, vielleicht mit einem Chopper – aber das wollte ich eigentlich nie und es würde mir noch immer keinen Spaß machen. Lieber einen sauberen Schlussstrich ziehen, als so halb-halb „umeinanderruacheln“.





Zum Abschluss noch meine Motorradstatistik an Selbstbesessenen und der jeweilige „Trennungsgrund“:

Suzuki 750 GS-E (in gutem Zustand – und mit Gewinn - weiterverkauft)
Honda 750 CBX (nach Motorschaden in Teilen vertscheppert)
Suzuki 750 GS (in einer Baustelle versenkt und als Wrack verkauft)
Yamaha 600 Diversion (wegen Unlustigkeit – geht wie eine angebundene Geiß – gegen die KTM eingetauscht mit 200,-- Euro Aufpreis)
KTM 380EGS (als die Moto-X Strecke bei uns gesperrt wurde, verkauft)
Yamaha YZF600R Thundercat – von meinem Exlebensgefährten plus Neumotor aus Deutschland abgekauft (an einen Rennstreckenrookie verkauft)
Yamaha R6 (nur für die Rennstrecke gekauft und dann wieder verkauft, weil für mich nicht angenehm zu fahren)
Yamaha FZ 750 (aus Platzmangel schweren Herzens nach 45000 gefahrenen Kilometern verkauft, als ich mich in die neue Thundercat verliebt hatte)
Yamaha YZF600R Thundercat – die „neue“ (aus gesundheitlichen Gründen vor ein paar Tagen verkauft)


Sonst noch gefahren:

Suzuki 250 GN (Fahrschule)
Kawasaki KLE (Fahrschule)
Kawasaki ZX6R Ninja (von Bekanntem)
Yamaha TDM (nur Probefahrt)
Aprilia Falco (einmal aus Neugier: mächtig böses Teil!)
BMW K85 (vom Kollegen ausgeborgt, war lustig!)
Honda VFR (nur Probefahrt)
Honda Goldwing (nur Probefahrt und mitgefahren – sehr angenehmes Fahrzeug wenn man nur Sozia ist!)

24.7.08 03:37
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


wowbagger / Website (13.8.08 11:25)
... eine schöne Geschichte. Und ein mutiger Schritt. Mir fällt es da viel schwerer Abschied zu nehmen. Meine XT 500 auf der ich - schnell macht mir Angst - lange Jahre gefahren bin, steht immer noch bei mir. Ich denke immer: Irgendwann machst Du das Auslaßventiel einfach heil und fährst wieder. Sie steht seit 10 Jahren ANGEMELDET und ohne TÜV (das ist mittlerweile wohl sogar eine Straftat) unter dem Carport.
Man wird sehen. Wenn ich mir mal nicht gerade die Ferse auflaufe... dann vielleicht kommt die Zeit.

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