leben, laufen, und NEIN, ich kenne den Herrn Lugner nicht persönlich!!!
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Von großen Runden und beleuchteten Hunden

Am Samstag, dem 17.11.2007 war es soweit: nach einem ausgiebigen Nachtschlaf fühlte ich mich motiviert und gestärkt, endlich wieder einmal 30 Kilometer unter die Schuhsohlen zu nehmen.

Ich packte also meinen tollen Camelbag Flashflow mit allem, was man auf so weiten Strecken eben braucht. Wenn Frauen verreisen, dann bekanntlich nicht mit kleinen Koffern und so sah dann auch mein Marschgepäck aus:

reichlich Wasser (der Flashflow hat bekanntlich eine Trinkblase mit 1,4 Litern Fassungsvermögen)

eine kleine Flaschengurtflasche (was für ein Wort!) mit einer Dosis Magnesium zum Trinkverzehr

ein Powergel (green Apple mit Koffein, Vanille war mal wieder aus)

1 Packung Taschentücher (ohne Menthol, da der Einsatzbereich noch nicht feststand)

eine halbe Packung Traubenzuckertäfelchen

etwas Kleingeld (für den gepflegten Einkehrschwung bei akutem Krafteinbruch)

Handy (mit Taschenlampenfunktion - hurra, 1 Gepäckstück eingespart!)

Schlüssel

Den Flashflo um die Hüften festgezurrt, den MP3 Player um den Hals und die Ohren verstöpselt, die Pulsuhr auf "Null" zurückgestellt, gänzlich in EDUSCHO Mode gewandet und mit den wertvollen Asics Kayanos an den Füßen startete ich kurz nach 13:00 Uhr meine Runde.

Nach 300 Metern drehte ich um, weil der Flashflo mich dermaßen durch sein Herumgehoppel nervte. Es gibt einfach Tage, wo ich das Teil nicht ertrage. Also umpacken. Den normalen Trinkgurt um die Hüften, alle Fläschchen gefüllt, die Magnesiumration in eine Zusatztasche (rosa!!), den Schlüssel, das Powergel, die Taschentücher und den Traubenzucker in den Taschen der Jacke verteilt, versuchte ich es dann wenig später erneut.

Es lief gut. Die Sonne ließ sich zwar nicht sehen, aber der Wind war nur schwach und beeinträchtigte mein Wohlbefinden nicht. Nach etwa zwei Kilometern war ich auf Betriebstemperatur. Der MP3 Player lieferte die perfekte Geräuschkulisse dazu, keine allzu schnellen Rhythmen, ich hatte vor dem Loslaufen noch die allzu fetzigen Sachen runtergelöscht.

Vierzehn Kilometer später, so weit bin ich noch nie gelaufen auf dieser Strecke. Es ist merklich kühler geworden und ich freue mich schon auf den Wendepunkt an der 15-Kilometer Tafel. Dort werde ich wieder in meine Windjacke schlüpfen, die ich mir vorübergehend um die Taille gebunden habe. Die 15-Kilometer Tafel kommt nicht. Stattdessen laufe ich durch eine Ortschaft, die Sulz heißt und plötzlich steht da "15,5km". Na bestens, die 15er Tafel fehlt! Ich laufe noch bis zur 16-Kilometer Tafel und drehe um. Die Pulsuhr zeigt 1:40 Stunden an, alles im grünen Bereich. Ich schlüpfe in die Jacke und mache mich auf den Heimweg.

Nach 20 Kilometern packe ich plangemäß das Power Gel aus und reiße die Verpackung auf. In Miniportionen konsumiert und immer mal wieder einen kleinen Schluck aus der Wasserflasche dazu, so nimmt mein Magen das Zeug ohne Murren und Gegenwehr auf. Allerdings benötige ich für diese "Jause" fast einen ganzen Kilometer. Soll sein, ich habe mir ja keine speziellen Vorgaben gesetzt.

Kurz vor der 24-Kilometer Marke reißt mich der harte Rhythmus von "Hells Bells" aus meinen beschaulichen Gedanken. Ich habe wohl doch nicht alle "wilden" Sachen vom MP3 Player gelöscht. Hastig fische ich das Teil aus der Kleidung und drücke ein Lied weiter. Sonst gerne, aber heute nicht!, denke ich.

Nach 26 Kilometern bricht die Dämmerung herein und ich nehme die gelbgetönte Brille ab, da auch sie ziemlich viel Licht ausfiltert. Nur einen Kilometer später knipse ich die Handytaschenlampe an. Nicht, weil es schon so finster wäre, aber die meisten Radfahrer, die hier in teilweise halsbrecherischem Tempo unterwegs sind, fahren unbeleuchtet und ich möchte auf keinen Fall von so einem Helden übersehen werden.

Und plötzlich eine Erscheinung! In einiger Entfernung hüpfen Lichter in der Dunkelheit! Blinkende, irisierende, rote, gelbe und weiße Lichter! Bin ich besoffen oder was? Runners high oder habe ich mich übernommen und leide nun unter Wahnvorstellungen? Die Erscheinungen nähern sich und entfernen sich, hüpfen von links nach rechts aus meinem Blickfeld und umgekehrt. Ich verlangsame meinen Schritt und überlege, was das sein könnte.

Plötzlich höre ich Rufe "Rex, Blacky, Bello!...." oder so ähnlich ruft es durch die Finsternis und in der schwachen Beleuchtung einer der wenigen Laternen hier heraußen sehe ich einige Menschinnen - und einige leinenlose Tölen, die ihnen begeistert an den Beinen hochhüpfen. Hunde. Beleuchtete Hunde also. Man sieht, Weihnachten nähert sich, jetzt hängen die nicht nur Lichterketten an die Häuser und Bäume, sondern auch an ihre Fellwürste. Neee, das ist doch.... denke ich mir kopfschüttelnd und hoffe, dass keines der Viecher "bloß spielen will", den ich will Heim und nicht spielen.

Nach 3Stunden, 20 Minuten und 32 Kilometern bin ich wieder Zuhause. Mir ist etwas kalt und bevor ich unter die heiße Dusche hüpfen kann, kuschle ich mich gleich mit den Laufsachen und einer Acryldecke ins Bett und döse ein. Erst eine gute Stunde später klettere ich aus dem Bett, um unter die heiße Dusche zu gehen und meinem Körper das verdiente Maß an Pflege angedeihen zu lassen. Soll heißen: unter der heißen Dusche von Kopf bis Fuß mit dem rauhen Schwamm abschrubben, danach ausgiebigst eincremen, die Beine bekommen eine Extraportion Aufmerksamkeit.

Noch fünf Monate bis zum Marathon. Noch zehn Kilometer fehlen für die erstrebte Distanz. Das wird sich ausgehen.

21.11.07 14:52
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ultraistgut / Website (24.11.07 16:37)
Heute habe ich mal Deine Seite besucht und gleich von Deinem langen Lauf gelesen.

Erstaunt bin ich darüber, was Du alles mit Dir herum schleppst, dass Du dann zurück kehrst und neu " packst " kann ich gut verstehen.

Ich laufe mit nix, nur mein Handy am Gürtel, Schlüssel in der Tasche, ein kleines Pfeffer-Spray am Hosenbund, eventuell die Sonnenbrille auf der Nase, nichts darf wackeln, das macht mich kirre.

Um diese Jahreszeit esse und trinke ich nichts bei den langen Läufen, im Sommer nehme ich mir Geld mit oder labe mich an diversen, gut für mich platzierten Wasserstellen.

Wann ist Dein Marathon ?? Dein erster ??
Grüße von der heute sonnigen Ostsee


Athena / Website (24.11.07 16:47)
hi, katzita-
der lauf hört sich doch vielversprechend an!!!
ich hoffe, deine gesundheit bessert sich und es geht dir gut!!!

sei lieb gegrüsst von der glitzerelfe liv


mayo (27.11.07 21:57)
Hai Kazie,

Super !!
Geht doch prima !!
Was en das fürn handy??
Nokia 5500??
Hab ich auch, klasse Teil für Läufer


Gruss Mayo

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