leben, laufen, und NEIN, ich kenne den Herrn Lugner nicht persönlich!!!
leben, laufen, und NEIN, ich kenne den Herrn Lugner nicht persönlich!!!



leben, laufen, und NEIN, ich kenne den Herrn Lugner nicht persönlich!!!

  Startseite
    Fitline Test
    About me
    Laufübersicht der Serie
    leben
    laufen
    motorradfahren
    links
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


http://myblog.de/katzie

Gratis bloggen bei
myblog.de





Endlich wieder im Sattel!

Nach vielen Wochen Krankenstand und unendlichen Therapieversuchen, die allesamt nichts brachten, habe ich am Freitag das okay bekommen, wieder arbeiten zu gehen. Mal sehen, wie sich die Schmerzen entwickeln. Wenn gar nichts mehr geht, dann werde ich es früh genug bemerken...

Also am Samstag ins Leder gequält (das wie jedes Jahr über den Winter eingelaufen ist... jaja, die viele trockene Heizungsluft... und die Thundercat bestiegen. Mein erster Weg führte zur Tankstelle. Dort erst mal das Motorrad gereinigt, denn vom langen Stehen neben der Straße sah die Donnerkatze ziemlich übel aus. Irgend ein wohlgesonnenner Mitbürger hat mir den Tank zerkratzt und ich gebe zu, dass mich diese Demonstration von Neid und Missgunst immer wieder fassungslos macht. Der Tank ist Metallic-schwarz lackiert und jetzt kann ich mir überlegen, ob ich ihn neu lackieren lassen will. Sowas geht mir schwer auf die Nüsse und ich hoffe, dass denjenigen, der sich mit seinem Schlüssel im Lack meines Motorrades vereweigt hat, der Blitz beim Sch.... trifft!

Nach dieserartigen Betrachtungen noch den Tank gefüllt und den Tageskilometerstand auf "null" zurückgedreht, um den Spritverbrauch erheben zu können und schon machte ich mich gemütlich auf in Richtung "Gaberl".

Unterwegs wurde ich von einigen anderen Motorradfahrern überholt, aber das interessiert mich nicht, denn in Ortschaften 70km/h und mehr zu fahren halte ich für absolut verantwortungslos. Überland hing ich plötzlich hinter einem LKW fest und als ich aus dessen Abgaswolke überholenderweise flüchtete, leuchtete es kurz hinter mir auf. Ich hoffe, das war kein Radarkasten (bei der Rückfahrt habe ich genau geschaut, aber kein stationäres Radar dort entdeckt)!

Als die Strecke nach Köflach endlich interessant zu werden begann, fuhr ich sehr schaumgebremst. Die kurze Übersetzung der Thundercat irritierte mich anfangs sehr aber das Gefühl, viel weniger schalten zu müssen als mit der FZ, um in einem leistungsstarken Drehzahlbereich zu bleiben, erfreute bald mein Herz.

Nach Salla hatte ich mich auch an den ziemlich weit vorne liegenden Schalthebel gewöhnt und bis Judenburg genoß ich eine zügige, entspannte Fahrweise. Einziger Wermutstropfen: bei jeder Straßenunebenheit, die von der Dämpfung des Motorrades an meinen Körper weitergegeben wurde, gab es mir im Rücken einen schmerzhaften Stich und ich merkte, dass ich durch die ständigen "AUAs" langsam grantig wurde. In Judenburg bei Mama angekommen, schälte ich mich erst mal aus dem Leder und legte mich eine Weile hin.

Nachdem ich mit Mama und ihrer Freundin gemeinsam eine gute Stunde Nordic gewalkt war, fühlte sich mein Rücken endlich wieder entspannt und schmerzfrei an. Schnell hüpfte ich wieder ins Leder, um auf dem Rückweg zu sein, bevor die Schmerzen wieder einsetzten.

Diesmal spürte ich richtig, wie mein Körper auf die Maschine und die Unebenheiten der Straße mit weicheren Ausgleichsbewegungen reagierte. Ich fühlte wieder das Katzenhafte, das mir gleich von Anfang an beim ersten Fahren mit einer Thundercat 2003 ein Gefühl der Sicherheit und Ausgeglichenheit gegeben hatte. Auch auf dieser Thundercat war das Gefühl vorhanden und sehr stark drängte sich auch die Erinnerung an das Fahren mit der alten Yamaha FZ750 auf. Das Ständige Hinauf- und Hinunterschalten im engen Geläuf. Das Schieben des wuchtigen Motorrades beim Anbremsen in der Kurve und dann wieder das Herumrühren im Getriebe aus den Kurven heraus. All das fehlte hier. Aber: FEHLTE ES MIR??? 

Wie lange hatte ich das Gefühl, dem alten, treuen Motorrad unrecht zu tun, indem ich mir eine "neue" Maschine zulegte! Die FZ hatte ihren Wert locker 5fach bewiesen. Ich hatte nie technische Probleme, wenige Reparaturen, die aber jedesmal eine derartige Verbesserung der Performance gebracht hatten, dass die Kosten ungleich niedrig dagegen schienen. Verzeih mir, FZ! Ich hoffe, Dein neuer Besitzer weiß Dich zu schätzen!!!  

Irgendwann tauchte im Rückspiegel der Thundercat ein anderer Motorradfahrer auf. ich hätte mich wehren können, aber ich wollte noch einige Dinge ausprobieren und dabei brauchte ich niemanden, der mir an der Kennzeichenhalterung klebte. Also blinkte ich rechts und winkte den anderen Motorradfahrer vorbei. Er bedankte sich mit Handzeichen und ich ließ mich etwas zurückfallen, weil ich einige zügige Kurven fahren wollte.

Obwohl mir einige Gruppen von Motorradfahrern entgegenkamen, traf ich in meiner Richtung sonst niemanden mehr. Weder wurde ich überholt, noch tauchte vor mir ein langsamerer Fahrer auf. Es herrschte auch sonst nicht allzu viel Verkehr, was für einen Samstag überraschend war.

Kurz nach Salla flog mir ein Schmetterling IN den Helm! Ich war so erschrocken, weil ich im ersten Augenblick nur wahrnahm, dass irgendein Fliegding vor meinen Augen auf der Innenseite des Visiers war, dass ich heftig blinzelte und den Focus auf "ganz nah" stellte. Intuitiv ging ich vom Gas und fuhr quasi "blind" die Kurve fertig, bis ich registriert hatte, dass es sich bei dem Tier um kein Stechvieh, sondern einen harmlosen, weiß-schwarz gemusterten Schmetterling handelte. Ich riss das Visier auf, um das Tierchen freizulassen und als ich wieder Fahrt aufnahm, wurde mir klar, dass ich einen neuen Helm brauche. Ein Helm, der herumfliegendes Getier richtiggehend "ansaugt", kann schnell zum Unfall führen. Wenn das nun eine Wespe gewesen wäre, na gratuliere!!!  Außerdem ist das Visier schon total zerkratzt und etliche Lackschäden zieren den Helm. Es gibt Dinge, an denen sollte man nicht sparen. Und Protektoren gehören zu diesen Dingen....Zuhause hab ich dann gesehen, dass ich quer übers Gesicht den "Flugstaub" von den Flügeln des verzweifelten Schmetterlings abbekommen hatte. Es sah aus, als wäre ich mit dem Schminkpinsel voll Glitzerlidschatten abgerutscht. Armer Schmetterling, vermutlich hast Du diese Begegnung nicht überlebt....

Fazit der ersten, richtigen Ausfahrt mit meiner neuen Thundercat: KATZIE IS BACK ON THE ROAD! 

Solange ich vor jeder Ausfahrt meine Rückenmuskulatur ausreichend lockern kann, fühlt sich das Fahren angenehm und weich an, ich hatte sofort meinen alten Schwung wieder gefunden, allein das Bremsen und Beschleunigen möchte ich noch etwas reduzieren und einen flüssigeren Stil auf der Straße finden.

Und ein kleiner, böser Gedanke ist mir auch durch den Kopf geflogen: Schnell eine Racingverkleidung und Sturzstummel besorgen und dann heuer wenigstens einmal mit der Katze auf die Rennstrecke fahren, das wäre fein!

8.7.07 15:42
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung