leben, laufen, und NEIN, ich kenne den Herrn Lugner nicht persönlich!!!
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mal wieder ein cooler laufblog link

Mit Zustimmung von Laufmaus Elke, einer Streakrunnerin aus dem schönen Deutschen Land, die zwar genau ein Monat später, aber dafür ein paar Jahre früher geboren ist..  I proudly present:

http://mein-streak.over-blog.de/

8.11.11 17:41




Der Graz Marathon 2011, katzie on the road again

So begeistert war ich vom Geländelauf, dass ich mir gleich ein Paar supertolle Adidas Geländelaufschuhe (Kanadia) gekauft habe. Und dann das: runningwilli.com verlost Startplätze für den Graz Marathon. Ich schaffe es zwar noch nicht einmal würdevoll über die Stiege hinunter und nehme natürlich an der Verlosung teil. Kommentar überflüssig.

Irgendwie dachte ich mir wohl: wenn ich den Startplatz wirklich gewinne, dann soll es wohl so sein. Und es war so. Genau an dem Tag, an dem ich meinen ersten kurzen, regenerativen Lauf machte und bemerkte, dass ich noch immer ganz schön viel Aua habe, landete eine kurze Notiz mit dem Inhalt in meiner mailbox: Gratuliere, Du hast einen Elite-Startplatz für den Grazer Marathon gewonnen! Na dann, hardcore-regenerieren ist angesagt!

Mit dem Code, den ich erhalte, melde ich mich gleich über pentek-timing an und am Samstag hole ich meine coole Elite-Startnummer: 76 und mein Vor- und Nachname stehen darauf. Na super, jetzt ist mein Name so klein geschrieben, dass niemand „Hoppauf, Birgit“ rufen wird, weil man schon akut weitsichtig sein müsste, um meinen ganzen Namen im Vorbeilaufen entziffern zu können.

Auch in der ersten Reihe starte ich nicht. Was täte ich dort, außer mich von den Schnellen kaputttreten zu lassen? Trotzdem: ich freue mich total auf den Lauf. Danke, willi! (gemeint ist Willi Prokop von runningwilli.com)

Am Sonntag, dem 09. Oktober 2011 um 08:00 Uhr steht Papa vor der Tür. Ich habe bereits gefrühstückt und überlege gerade, was ich anziehen soll. Eigentlich ist mir klar, dass ich dieselben Sachen wie beim Wörthersee Trail anziehen werde. Das Fahrradtrikot von unserem Club, die 2XU Hose und die weißen Cep Stutzen. Dazu diesmal die Brooks green Silence Schuhe, schließlich laufe ich ja auf der Straße. Aber schon auf dem Weg zur Bushaltestelle entscheiden Papa und ich, dass ich noch einmal zurück in die Wohnung laufe und die ASICS Gel Tri Noosa anziehe. Never change a winning shoe!

Viel zu früh sind wir am Jakominiplatz und ich schau kurz in der Firma vorbei, um noch aufs Klo zu gehen und meine Trinkflasche für nach dem Rennen frisch aufzufüllen. Dann begeben Papa und ich uns in den Startbereich. Dauernd trifft mein Papa Leute, die ihn kennen und so bleiben wir immer wieder stehen und ein paar Worte werden gewechselt.

Am Vortag habe ich noch einen kleinen Lauf gemacht. 1,5km Einlaufen, 2km im geplanten Wettkampftempo und 1,5km Auslaufen. Es war okay, super fühlt sich definitiv anders an.

Das übliche Startgeplänkel, Papa macht eine ganze Reihe von Fotos von mir im vorderen Startblock, wo noch kaum Läufer sind. Ich stelle mich am Dixi Klo an und husche dann wieder in den Startblock, der sich langsam füllt. Ich bin ziemlich nervös, denn ich fühle mich weder fit noch müde, irgendwie fühle ich mich so merkwürdig leer. Eine gespannte Erwartungsfreude, wie bei jedem Lauf ist natürlich vorhanden. Aber ich muss dauernd gähnen, obwohl ich ausreichend geschlafen habe. Die letzten zwei Wochen habe ich extrem viel geschlafen und trotzdem gähne ich dauernd. Egal. Ich bin jetzt hier, es ist Sonntag und jetzt wird erst mal ein bisschen Marathon gelaufen und dann kann ich mir wieder Gedanken über meinen Zustand machen.

Endlich die üblichen letzten Worte vor dem Start, die Eliteläufer werden genannt, dann der Countdown heruntergezählt. Startschuss gibt es keinen. Drei, zwei, eins.. öhm???? Go! Wir laufen los.

An der Kreuzung Burgring/Elisabethstraße singt wieder Elvis. Ich bilde mir ein, der hatte voriges Jahr noch nicht so schütteres Haar am Hinterkopf. Naja, niemand wird jünger. Ich starte schließlich heuer auch schon in der W35.

Das Univiertel liegt noch in tiefem Schlaf, außer den Streckenposten und den Polizisten sind nur die Läufer unterwegs. Erste Spuren von Leben gibt’s erst in der Schubertstraße. Ein paar Frühaufsteher stehen da und lächeln uns entgegen. Kein Anfeuerungsgeschrei, man möchte ja niemanden aufwecken. Die Bands spielen aber trotzdem schon und auch heuer sind einige wirklich gute Gruppen dabei.

Ich habe mir vorgenommen, an den Labestellen diesmal immer Iso zu trinken und daran halte ich mich auch. Es gibt Powerade und ich werde in den Genuss aller verfügbaren Geschmacksrichtungen kommen. An der ersten Labestelle ist es das wenig aufregende orangefarbene Powerade, das mir mit den Worten „Iso, Iso“ angepriesen wird. Es ist stark verdünnt, sodass ich mir um meinen Magen keine Sorgen zu machen brauche. An der Kreuzung Parkstraße/Wickenburggasse sehe ich ein bekanntes Gesicht, bin mir aber nicht ganz sicher und nehme mir vor, in der nächsten Runde genau hinzuschauen. Zum Glück laufen wir in Graz ja zwei idente Runden.

Am Lendkai gibt es nicht nur Beschallung durch einen Radiosender sondern auch einen Stand mit Powerade Flaschen in blau. Ich schnappe mir auch hier ein Getränk und nuckle daran. Irgendwie widerstrebt es mir, die ½ Liter Flasche nach nur wenigen Schlucken weg zu werfen. Ich trage sie eine Weile mit mir herum, trinke immer wieder davon, aber schließlich stört mich die etwas unhandliche Flasche doch zu sehr und ich werfe sie bedauernd zur Seite. Noch immer halbvoll. Was für eine Verschwendung. Aber vermutlich wäre die Produktion von 0,3 Liter oder 0,2 Liter Flaschen, die für eine Marathon Labestelle sicher praktischer wäre, nicht sehr ökonomisch. Sicher käme dann die Verpackung ungleich teurer als der Inhalt.

Auf Höhe Edegger Steg steht Papa mit dem Fotoapparat. Ich laufe ganz links und obwohl er auf der rechten Straßenseite steht, hat er mich früh genug gesehen. Für ein Foto bin ich aber im Läufergewusel zu gut versteckt. In der ersten Runde laufen noch die ganzen Halbmarathonis mit und auch der city run findet auf derselben Strecke statt. Bald tauchen auch die Tafeln auf, die den city run von der Marathonstrecke trennen. Am Grieskai erwarte ich die grottenschlechte Band vom vorigen Jahr, aber diesmal gibt’s Musik aus der Konserve. Und nicht mal schlechte. Die nächste Transpondermatte liegt in der Unterführung zum Kreisverkehr Lagergasse. Ich schaue auf meine Uhr und denke, dass ich vermutlich gar nicht übel in der Zeit liege. Die Stoppfunktion habe ich schon wieder deaktivieren müssen, nachdem sie sich durch etliche höherwertige Pulsuhren beeinträchtigt aufgehängt hat. Ich laufe nach Uhrzeit. Es ist 10:51 Uhr. Wir sind laut meiner Uhr kurz nach 10:01 Uhr gestartet, also bin ich irgendwo um die 50 Minuten unterwegs. Sehr gut. Tempo halten.

In der Puchstraße steht wieder ein Eishockeyclub und feuert die Läufer an. Ich freue mich. Dann geht es an die Peripherie, durch das Gewerbegebiet, das landschaftlich nicht gerade eine Offenbarung ist. Auch architektonische Juwelen erwartet man hier vergeblich.

In der Puntigamer Straße spüre ich das erste Mal, dass etwas nicht stimmt. Mein rechter Oberschenkel zuckt. Es fühlt sich an, als würde ich schwache Stromstöße bekommen. Ich verkürze meine Schrittlänge und alles ist wieder gut. Das Tempo leidet darunter. Aber wenigstens leide nicht ich.

An der Labestelle in der Kasernstraße stehen gleich zwei Kollegen und die Kollegin feuert mich an: „Gib Gas, Birgit!“ Ein Mitläufer meint überrascht: „Das sagt normalerweise kein Polizist zu einem.“ Diesen Spruch werde ich heute noch ein paar Mal hören. Immer, wenn ein Kollege mich erkennt und „gib Gas, Birgit“ ruft.

Als wir durch den Augarten laufen, verfluche ich meinen Optimismus. Warum habe ich mich nicht für den Halbmarathon gemeldet, dann hätte ich es gleich hinter mir. Aber ein Marathon ist ein Marathon. Ich kenne mich und weiß, dass nur der „Ganze“ diese Befriedigung verschafft. Es geht in meine homelands. Marburger Kai, hallo Herr Kollege, Kaiser-Franz-Josef-Kai, hallo Papa, Wickenburggasse/Sackstraße, hallo Herr Kollege,  Herrengasse auch hier stehen Bekannte, Opernring. Es ist wirklich ein Heimrennen, ich erkenne immer wieder Leute am Streckenrand, Sportkollegen und Arbeitskollegen. Kurz vor dem Zielbogen geht es links an den Tafeln vorbei, die Halbmarathon Läufer dürfen schon rechts ins Ziel laufen. Noch 21,1 Kilometer. Öfz. Zweite Runde.

Opernring, hallo Herr Kollege. Er grinst mich an: „Jetzt kommst Du erst daher?“ Wieder vorbei an Elvis. Schon wieder dasselbe Lied. Meine Cousine, die gleich in der Nähe wohnt, hat mir voriges Jahr berichtet, dass Elvis zwar nicht schlecht singt, aber sein Repertoire nicht besonders groß ist. Daran muss ich jetzt denken. In der Schubertstraße gibt’s zusätzlich zur dort stehenden Band private Beschallung, die Familie vom vorigen Jahr steht wieder gegenüber der Universität und der Junior trägt heuer ein Ritterkostüm. Putzig. Aber der junge Mann denkt sich bestimmt auch seinen Teil, immerhin sind etliche Läufer verkleidet unterwegs. Biene Maja hab ich gleich nach dem Start gleich in doppelter Ausführung irgendwo herumlaufen gesehen, die hatten soweit ich mich erinnern kann Halbmarathon Startnummern.

Als ich von der Wickenburggasse in die Körösistraße einbiege, tut es schon richtig weh. Verdammt. Ich habe das Gefühl, schneller laufen zu können. Kraft ist noch da. Aber immer, wenn ich versuche, längere Schritte zu machen fährt mir ein elektrischer Schlag an der linken Oberschenkelrückseite hoch. Ich mache wieder kürzere Schritte. Leider kann ich aber die „Schlagzahl“ nicht erhöhen. Beschleunigung funktioniert bei mir nur über eine Vergrößerung der Schrittlänge. Und das scheidet jetzt aus. So muss es sich anfühlen, wenn das Getriebe beim Auto kaputt ist und man nur noch bis zum dritten Gang schalten kann. Ach, ich kenne das Gefühl ja, hatte das einmal beim meinem Motorrad. Es war quälend. Und das hier ist es auch.

Der Powerade Stand am Lendkai ist inzwischen abgebaut, dafür steht eine junge Dame an der Strecke und verteilt Red Bull ride shots. Feine Sache, ich greife begeistert zu. Fliegen wär jetzt super! Den ride shot stecke ich derweil in die hintere Tasche meines Radtrikots und plane, wann ich ihn konsumieren werde. Bei Kilometer 35, beschließe ich. Aber es wird dann doch etwas früher. Schon in der Puchstraße kämpfe ich mit der Versiegelung an der Verschlusskappe. An der Labestelle gibt es grünes Powerade. Oder habe ich schon Wahnvorstellungen? Vielleicht ist das blaues und oranges Powerade zusammengemischt? Was weiß denn ich… zwei Stück Traubenzucker habe ich noch in der Rückentasche. Schmerzmittel wären mir lieber.

Im Augarten schiebe ich mir das letzte Stück Traubenzucker in den Mund und trabe dahin. Autsch, autsch, autsch. Ich versuche, mich gedanklich abzulenken. Ein Blick auf die Uhr bestätigt mir auf Höhe Kaiser-Franz-Josef-Kai, was ich schon längst wusste: um diese Zeit war ich voriges Jahr schon im Ziel. Noch fast zwei Kilometer. Ich versuche, das Tempo noch einmal anzuziehen, aber nix. Ich versuche, schnellere Schritte zu machen, aber das schaffe ich einfach nicht. Vielleicht sollte ich diesbezüglich mein Training intensivieren (Bitte, Papa, das hast Du jetzt NICHT gelesen!) Durch die Sackstraße laufend beginnen die körpereigenen Endorphine zu wirken. Bald bin ich im Ziel. Am Hauptplatz beendet die Band gerade ihr Lied, als ich vorbeilaufe. Ich höre Anfeuerungsrufe und beginne zu strahlen. Smile katzie. Durch die Herrengasse wird mein Grinsen immer breiter und  nur die Ohren verhindern, dass ich rundherum grinse. Links um die Kurve sehe ich den Zielbogen und davor den anderen Bogen, dessen Sinn mir bis heute nicht klar ist. Ich denke an runningwilli, der in seinem Podcast erzählt hat, wie er auf den falschen Bogen zugesprintet ist. Der Opernring ist durch die Schlägerung der alten Bäume ein richtiger Prachtboulevard geworden, geht mir durch den Kopf. Ich schaue nach vorne, laufe weiter. Über die Transpondermatte reiße ich die Arme hoch. Es fühlt sich kein Stück triumphal an, die Zeit ist 03:49,38. Elf Minuten langsamer als voriges Jahr. Aber ich bin froh, es geschafft zu haben, die Zeit ist nicht einmal so schlecht wie sie angesichts der Vorgeschichte sein hätte können.

Neben mir im Zielkanal fällt ein Mann vor dem Freiwilligen auf die Knie, um sich die Medaille umhängen zu lassen. Das lasse ich lieber bleiben, womöglich komme ich danach nie wieder hoch! Ich spaziere zum Gitter, lasse mir von Papa etwas Warmes zum Überziehen reichen und stelle mich dann um einen Teller „Marathonsuppe“ an.

Als wir gemütlich am Rand der Veranstaltung stehen und ich die heiße Suppe löffle, spüre ich das angenehme Kribbeln der Mattigkeit in den Beinen und denke zufrieden: „War doch gut, gelaufen zu sein.“

25.10.11 07:34


Wörthersee Ultra Trail 2011 - Katzie goes offroad

Wie macht man aus einer Hauskatze eine Wildkatze? Man lässt sie an einem Geländelauf teilnehmen. In einem Anfall von "das muss man einfach mal probiert haben" meldete ich mich also für den Wörtherseetrail an. 57 Kilometer im Gelände, 1800 Höhenmeter und Wurzeln, Steine, Matsch und Forstwege. Die Vorbereitung machte ich auf der Straße. Immerhin bin ich zumindest auf Bergstraßen gelaufen, habe also die Selbstsabotage diesmal nicht ganz so konsequent betrieben wie sonst. Aus meinen geplanten drei Wochen Urlaub im September wurden schließlich vier Tage. Auch gut. Am zweiten Tag bin ich von St. Anna weg auf den Zirbitzkogel hinaufgelaufen. 1.100 Höhenmeter über Geröll und Wurzeln. Beim Hinunterlaufen hats mich dann gewaltig zerlegt, aber dank meiner katzenhaften Eleganz habe ich mich geschickt abgerollt und so war ich zwar mächtig dreckig, hab mir aber nicht mal meine Laufsachen zerrissen. Trotzdem muss mein Landeanflug auf die Geröllhalde gewisse Schwächen gezeigt haben, denn am nächsten Morgen war meine linke Hüfte und fast meine ganze rechte Körperseite von blauschwarzen Flecken übersät. Und sehr schmerzaktiv.

Noch ganze drei Tage bis zum Tag X. Genug Zeit, um wieder völlig zu heilen dachte ich. Und so hievte ich am Freitag meinen schmerzenden Körper in mein Auto und fuhr an den Wörthersee, um meine Startnummer zu holen. Zuvor führte ich noch ein langes Telefonat mit einem Bekannten, der sich die Strecke schon angeschaut hatte. Der machte mir nicht grade Mut, indem er sagte, dass es wohl eine verdammte Quälerei wäre, bei meinem momentanen Trainingszustand und jetzt auch noch verletzt, die gesamte Strecke zu laufen. Ich würde also versuchen, meine Anmeldung auf eine der Unterdistanzen (30 oder 15 Kilometer) umzuändern.

Als ich dann am "helpdesk" war und eine nette Dame mir erklärte, was beim Trail auf mich zu kommen würde, beschloss ich tatsächlich, auf den 30-Kilometer Allin Trail zu wechseln. Da stand ich also und sah, dass meine Startnummer schon ausgedruckt und mit meinem Namen versehen war.. und in dem Moment fiel die Entscheidung: Nein, ich werde den Langen laufen. Egal wie, es wird gehen müssen. Fertig. Und ich schnappte mir die Startnummer, den Chip und das Startersackerl und begab mich zurück zum Campingplatz, wo ich mein Auto abgestellt hatte. Weil ich noch etwas Zeit bis zur Wettkampfbesprechung hatte, ging ich noch einmal in mich, um das eben erlebte zu analysieren. Das Ergebnis: folge Deinem Herzen. Alles andere taugt nix. An einem Stand für Kompressionswäsche erstand ich Bandagen für meine Oberschenkel und zog die gleich an. Danach war es mir zumindest fast schmerzfrei möglich, Gehsteigkanten zu überwinden. Der Sturz am Zirbitz hing mir noch ganz schön nach und ich beschloss, meinen Zustand am nächsten Morgen als allerletzte Entscheidungshilfe über Start oder Nichtstart zu verwenden.

Am Abend ging ich relativ früh schlafen, nachdem ich noch ein wenig mit dem Laptop im Internet herumgesurft war und alles, was ich zum Thema Wörtherseetrail gefunden hatte, gelesen hatte.

Um 06:00 Uhr am 24. September 2011 läutet mein Wecker und ich klettere ächzend aus dem Bett. Schmerz ist das erste, was mich durchzuckt. Mein geprellter (oder gequetschter, wer weiß das schon) Oberschenkelmuskel links und mein verletzter Unterschenkelmuskel rechts verhindern nachhaltig ein würdevolles Verlassen meines Autos, als ich mich in Richtung WC aufmache. Jedes Bröckchen Vernunft in mir sagt: "So kannst Du nicht an den Start gehen." Aber da ist noch das Wissen von anderen Veranstaltungen, dass ich vor dem Start IMMER Phantomschmerzen habe.. diesmal sind sie halt wirklich real... und dass es irgendwann sowieso IMMER weh tun wird auf so einer Distanz, das ist mir auch klar. Also, warum nicht starten?

Ich nehme reichlich Kohlenhydrate zu mir (Peerotonriegel und Getränk) und dazu einen Magenwohl-Tee und dann ziehe ich mich in aller Ruhe an. Um 07:20 Uhr bin ich fertig und bereit, an den Start zu gehen. Obwohl ich noch ein wenig herumtrödle, stehe ich schließlich um 07:40 Uhr in der Trail City herum und beobachte die anderen Läufer, die irgendwie alle zu wissen scheinen, was sie hier tun. Ich habe mir einen Spruch aus der facebook Gruppe des Wörthersee Trails auf den Unterarm gekritzelt "Du weißt, warum Du hier bist, also kämpfe" und mir vorgenommen, diesen zu beherzigen.

Das Wetter ist kühl, aber nicht kalt und der Himmel bedeckt. So kann es bleiben, das wäre das perfekte Läuferwetter! Kurz vor 08:00 Uhr spricht mich Ulli Striednig an und ich bin total happy, wenigstens EINEN Bekannten zu treffen. Ulli strahlt so viel Zuversicht und Begeisterung aus, dass ich plötzlich gar nicht mehr verstehe, wie ich Zweifel daran haben konnte, was ich hier mache.

Um kurz nach 08:00 Uhr wird dann über Lautsprecher der Countdown von einer magisch klingenden Stimme heruntergezählt und alles erscheint mit einem Schlag ein wenig unwirklich und besonders und endlich dürfen wir loslaufen. Jeder Schritt schmerzt. Ich versuche, meine Gedanken abzulenken, indem ich mich auf die Läufer rund um mich herum, die Stimmung, den Lauf konzentriere. Es gelingt nur ansatzweise.

Die Strecke führt erst über ein schmales Asphaltband durch einen Park und als wir nach ein paar hundert Metern über die Wiese abkürzen, habe ich das Gefühl, dies geschieht nur, weil es keiner mehr erwarten kann, endlich Natur unter den Sohlen zu haben.

Nach der Unterführung geht es noch einmal um die Ecke, wo der Streckenchef steht, der mit allen Läufern abklatscht und uns einen guten Lauf wünscht. Plötzlich schiebt sich das Läuferfeld, das sich gerade zu entzerren begonnen hat, wieder zusammen. Wir gehen. Die erste Steigung liegt vor uns und da die Läufer vor uns bergauf gehen, müssen auch wir unseren Lauf unterbrechen und warten geduldig, bis wir über die steinernen Stufen bergauf wandern können. Ich wundere mich. Soll das nun so weitergehen? Ist Trailrunning denn in Wahrheit eine Art forciertes Wandern im Gelände - zumindest in der Geschwindigkeitsgruppe, in der ich mich bewege?

Dann geht es wieder flott weiter, über Stock und Stein und sehr wurzeligen Untergrund, eine kurze Asphaltpassage und das erste Bergabstück liegt vor mir. Es erinnert vom Aussehen her an einen guten Mountainbike Downhill trail. Von der Sorte, die einen Federweg von mindestens 15 Zentimetern erfordern. Vollgefedert, versteht sich! Dank der Gewohnheit, weit voraus zu schauen (danke, Grunzi für die Blicktechnik-Trainings beim Motorradfahren und danke Rainer für die "never stop" Hinweise im Downhilltraining!) habe ich bald ein respektables Tempo beim Bergablaufen gefunden. So lässt sich der nächste steile Anstieg, den ich wieder im Wandermodus bewältige, leicht verkraften.

Schon bald habe ich ein System gefunden, mit dem ich mich anfreunden kann. Bis zu einer gewissen Hangneigung kann ich laufen, ab dann wird marschiert. Bergab gehts dann mit vorsichtigem Tempo. Ich habe ziemlichen Bammel davor, mir den Haxen zu brechen, irgend eine Sehne abzureissen oder einen Muskel zu zerren und daher lasse ich es auch bergab nicht so richtig krachen. Aber ich fühle mich nicht schlecht durch die Sicherheit, die ich im Gelände vom Downhillfahren habe. Auch wenn mir klar ist, dass mein wildes Herumrudern mit beiden Armen vermutlich eher blöd ausschaut. Aber ich fühle mich so sicherer und hier im Wald sieht es eh kein Unbeteiligter.

Nach kürzester Zeit - so kommt es mir zumindest vor - taucht die erste Labestelle auf. Ich schaue überrascht auf, denn die Zeit vergeht für mich wie im Flug. So aufregend und spannend ist das alles, so unterschiedlich ist der Untergrund und so wunderschön sind die Szenen im herbstlichen Wald, dass ich noch gar nie auf die Uhr geschaut habe. Aber das hätte ich mich auch nicht getraut, aus Angst, eine Wurzel zu übersehen.

An der ersten Labestelle gibt es heiße Suppe und alle Arten von Getränken, Bananen und Dinkelgebäck, sowie - angeblich hausgebackene - Müsliriegel, die in kleine Quadrate geschnitten sind. Ich schnappe mir einen Becher Wasser und zwei Stück Dinkelgebäck und marschiere ein Stück, während ich nachtanke. Meine eigene Trinkflasche habe ich derweil in die Rückentasche des Fahrradtrikots gesteckt in der sich auch schon meine Sonnenbrille befindet. Notiere die Erkenntnis Nr. 1: Beim Trailrunning im Wald braucht man definitiv keine Sonnenbrille!

Dann laufe ich wieder los und komme überraschend schnell wieder in meinen Schritt. An einer steilen Bergabpassage steht ein Fotograf. Ich versuche, in die Kamera zu schauen, bleibe aber zeitgleich irgendwo am Boden mit dem Fuß hängen und schaffe es gerade noch, nicht publikumswirksam mit meiner Nase eine Furche in den Waldboden zu ziehen. Der Fotograf ist erschrocken zur Seite gesprungen, also gibt es keine Beweisfotos meiner uneleganten Weise, das Gefälle zu bewältigen. Sehr gut.

Während ich vor mich hin laufe, höre ich anderen Läufern zu, die sich unterhalten. Da geht es um andere Veranstaltungen, Bergläufe, Ultraläufe und Krankheiten. Immer wieder tauche ich in einen Schwall von Erzählungen über alle möglichen Zipperlein. Merkwürdig. Aber vielleicht versuchen die alle grade, eine Ausrede für mögliches Nichterreichen der persönlichen Bestzeit zu formulieren? Noch ist alles offen, noch kann viel passieren. Irgend jemand spricht mich auf mein hohes Tempo beim Bergablaufen an und ich sage ihm, dass dies mein erster Geländelauf ist und ich grade versuche, ein für mich taugliches System zu finden. Er antwortet nicht. Ich kann mich aber nicht umdrehen, um zu sehen, ob er überhaupt noch hinter mir ist, denn gerade kommt wieder eine extrem wurzelige Passage und benötigt meine volle Konzentration.

Nach der nächsten Labestelle hängt sich ein Läufer an mich an, der sich als "Indy, der Gletscherindianer" vorstellt. Sein Laufpartner musste aufgeben, weil er gesundheitlich angeschlagen ist und Indy hat beschlossen, dass mein Tempo genau für ihn passt. Ich finde es nett, seinem Kärntner Dialekt zu lauschen. Er erzählt vom Ironman und vom Schifahren und einige seiner bevorzugten Schigebiete kenne ich noch vom Motorradfahren im Sommer. Doch das Tempo von Indy ist dann doch etwas niedriger als meines, vor allem bergab und so verliere ich meinen Begleiter bald wieder.

Der Weg wird zum Bach, denn das Wasser hat sich den Hohlweg als Rinnsal ausgesucht. Es ist matschig und jeder versucht, irgendwie seitlich an dem Trail dranzubleiben. Die blau-weiß-blauen Markierungen und die folierten Zeichen des WTC weisen uns den Weg.

Bei der Besprechung wurde auf eine gefährliche Stelle vor der Römerschlucht hingewiesen. Die sollte nach etwa 20 Kilometern kommen. Da ich keine Ahnung habe, dass ich bereits so weit gekommen bin, trifft mich die Schlüsselstelle unvorbereitet. Auf den schräg abwärts verlaufenden Wurzeln finden meine Straßenlaufschuhe natürlich keinen Halt und auch die vom Wasser glatt gewaschenen Steinplatten sind nicht wirklich hilfreich. Ich verlasse die Strecke im Vorwärtsüberschlag und wälze mich unfreiwillig im Dreck weit unterhalb der gedachten Ideallinie. Nachdem ich kurz abgecheckt habe, ob alles noch dran ist (und auch von ein paar besorgten Mitläufern gefragt wurde, ob alles okay sei) muß ich im unehrenhaften 4-WD-Stil (also auf allen Vieren) wieder zum Weg hinaufkrabbeln. Meine schönen weißen CEP Stutzen schauen jetzt aus als wären sie im Camouflage Design geliefert worden. Erkenntnis Nr. 2: Beim Trailrunning sind weiße Strümpfe nonsens.

 

Die Römerschlucht ist wunderschön. Schroffe Felsen mit Moos bewachsen, ein schmales Rinnsal, das sich über Stock und Stein schlängelt und dazu das unwirkliche Herbstlicht. Ich bin ganz bezaubert und überwältigt von den vielen Eindrücken. Am liebsten würde ich jetzt ganz langsam gehen und all diese Bilder auf mich wirken lassen, aber der Trail ist hier so schmal, dass ich andere Läufer aufhalten würde. Schweren Herzens trabe ich durch diese Märchenkulisse, ganz erfüllt von dem Wunsch, bald wieder hier her zu kommen. Schon längst ist die Frage, ob denn das Trailrunning etwas für mich ist der Erkenntnis gewichen, dass es eine der schönsten Arten ist, sich laufend fortzubewegen. Wenn nicht überhaupt die Schönste.

An einem Checkpoint bekommen wir Haargummis über die Handgelenke gestreift. Damit soll verhindert werden, dass Läufer abkürzen. Ich bin beeindruckt. Hier im Gelände abkürzen? Ich würde mich heillos verirren, wenn ich nur drei Schritte von dem gut markierten Trail weggehe!

Immer wieder laufe ich ganz allein und muß nach den Markierungen Ausschau halten. Sie sind sehr gut sichtbar, aber ab und zu doch weit genug auseinander, dass mir kurz Zweifel kommen, ob ich noch richtig bin. Umso größer ist dann die Erleichterung, dass ich scheinbar ein gutes Gespür für den richtigen Weg habe. Und der ist auch wirklich gut markiert. Sogar Markierungen, die scheinbar noch vom vorigen Jahr stammen, finde ich.

Viel zu schnell kommt die Tafel mit der 30 Kilometer Anzeige. Ich kann es kaum glauben, dass schon mehr als die Hälfte der Strecke hinter mir liegt. Natürlich, von der Zeit her.. ich habe schon längst gemerkt, dass die Zeitangaben von der Straße hier völlig nutzlos sind. Aber trotzdem, ab und zu werfe ich einen Blick auf meine Uhr, aber eigentlich ist das eine automatisierte Bewegung, denn die Zahlen am Display sagen mir nichts.

An allen Labestellen sind die Helfer total nett und bemüht. In Velden fragt mich ein junges Mädchen gleich, ob sie meine Trinkflasche anfüllen soll, noch bevor ich selbst auf die Idee gekommen bin. Ich reiche ihr dankbar meine kleine Trinkflasche, während ich ein Stück Apfel und ein Stück Dinkelgebäck für unterwegs nehme.

Irgendwann plötzlich heißt es "Bergwertung Pyramidenkogel". Ich bin irritiert, denn der erste Teil ist flach. Aber dann steigt es ordentlich. Und steigt. Und steigt. Einen Forstweg hinauf marschieren wir, als uns die ersten Läufer entgegenkommen, die schon oben waren. Ein junges Mädchen ruft mir zu: "Es ist hart, aber oben ist dafür eine super Stimmung. Voll Party!". Das letzte Stück ist Asphalt und endlich ist der Pyramidenkogel bezwungen. Ich genehmige mir zwei Becher heiße Suppe und ein Stück Dinkelbrot dazu, fülle meine Trinkflasche an und werde von einer der Helferinnen an der Labestelle angesprochen, wie es mir gefällt. Es ist die junge Frau von der Anmeldung, die gestern mein Hin und Herüberlegen bezüglich der Ummeldung auf eine der kürzeren Strecken begleitet hat. Ich strahle sie an, erkläre ihr, wie froh ich bin, dass ich mich nicht umgemeldet habe. So wunderschön ist die Strecke. Keinen Kilometer hätte ich versäumen wollen. Sie lacht. Als sie mich fragt, ob ich gestürzt sei, bemerke ich, dass ich noch immer völlig verdreckt von meiner Aktion an der Schlüsselstelle bin. Ich versuche vergeblich, den Schmutz herunterzuklopfen, resigniere dann und mache mich achselzuckend wieder an den Abstieg. Hinter mir ruft gerade noch rechtzeitig ein anderer Läufer, dass ich wieder links in den Wald muß. Beinahe wäre ich am Asphalt weitergelaufen. Ich bin froh, wieder weichen Waldboden unter meinen Sohlen zu haben und nur wenige Kurven später steht eine Tafel "noch 15 Kilometer". Das bedeutet ja, dass ich bereits einen Marathon hinter mir habe, denke ich mir. Und bin verblüfft. Nicht von meiner Zeit (die ist für Straßenverhältnisse ein Fall für den Besenwagen) aber davon, dass ich kaum gemerkt habe, wie weit ich schon gekommen bin.

Da ich weiß, dass die letzten Kilometer auf reinem Asphalt verlaufen, genieße ich jetzt jede Wurzel und jeden Stein doppelt. Ich spüre den federnden Waldboden unter meinen Sohlen und - halt - einen Stein im Schuh. Kurz bleibe ich stehen, schnüre meine ASICS auf und schüttle sie aus. Nicht nur ein Stein, sondern eine kleine Schutthalde fällt aus dem linken Schuh. Merkwürdig, das hab ich kaum gemerkt. Auf der Straße hätte mich ein einziges dieser Körnchen im Schuh schon wahnsinnig gemacht. Erkenntnis Nr. 3: Im Gelände sind Steinchen wirklich nur Steinchen. Und machen sich nicht gleich massiv im Schuh bemerkbar.

Die vorletzte Labestelle befindet sich wieder mitten im Wald. Es gibt kurz vorher wieder einen Haargummi übers Handgelenk. Aha, Checkpoint. Und neben Wasser und Iso auch Red Bull Cola. Irgendwie passt das genau zu dem Lauf in Mutter Natur. Das Cola ohne Farb- und Konservierungsstoffe mit seinen vielen Gewürzen, das mit dem gummibärchenartigen Energydrink genau NIX gemeinsam hat. Ich trinke einen Becher des zimtlastigen Colagetränks und mache mich auf die allerletzten Kilometer im Gelände. Als ich auf die Straße hinaus muss, bin ich richtig enttäuscht.

Die letzte Labestelle. Ich treffe zwei deutsche Läufer, die sich köstlich mit den Helferinnen unterhalten. An der nächsten Steigung mache ich für einen jungen Mann Platz, der es eiliger zu haben scheint als ich. Er spricht mich an, ob ich mit ihm mit laufe, er will unter 7 Stunden ins Ziel kommen. Ich kann mein Tempo nicht mehr allzu stark erhöhen und sage ihm ab, wünsche ihm aber alles Gute und rufe ihm ein inniges "Du schaffst es!" hinterher. Nach drei Kilometern kämpft er vor mir mit seinen letzten Reserven. Ich laufe neben ihm, will ihn motivieren, wie er mich vorher motivieren wollte. Aber ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der Tank leer ist und lasse ihn in Ruhe, wir werden es so oder so beide unter 7 Stunden ins Ziel schaffen. Aber langsamer kann ich jetzt auch nicht mehr. Die Ungeduld treibt mich nach vorn.

Neben dem Lendkanal geht es entlang. Ich sehe vor meinem inneren Auge, wie die Triathleten da immer durchschwimmen, das Wasser zu kochen scheint von den vielen wirbelnden Armen und Beinen. Jetzt liegt der Kanal ruhig und still in der seit wenigen Minuten erst aus den Wolken getretenen Sonne. Ein junges Pärchen sitzt am Ufer, blind für die vorbeikeuchenden Läufer und versucht, sich mit einem Photohandy selbst zu knipsen, sein Glück auf digicard festzuhalten.

Die letze Kurve vor dem Ziel. Ich höre den Sprecher, die Musik, einige Leute klatschen, jemand spricht mich an, ruft "lach für mich, Polizistin" und ich schaue in die Richtung. Ein Bekannter? Woher? Ich kann das Gesicht nicht erkennen, weil es hinter dem Fotoapparat verborgen ist. Später werde ich über facebook erfahren, dass es Friedrich Jeklin war, den ich vom 100-Kilometer Kraftlauf her kenne.

Der Zielbogen liegt vor mir, ein Pärchen in Trachtenkleidung quert seelenruhig vor mir die Strecke. Ich wundere mich, dass ich so langsam zu sein scheine, versuche noch ein letztes Mal zu beschleunigen und drehe mich nach dem Zielbogen zur Zeitnehmung um. 06:56:22 Stunden steht da. Ich taumle kurz, weil mir genau in dem Moment von einem der Mädchen die Finishermedaille umgehängt wird, als der junge Mann das Ziel erreicht, der mich zum Mitlaufen aufgefordert hat und ich mich auch nach seiner Zeit umsehe. Locker unter 7 Stunden. Ich klopfe ihm auf die Schulter. Er nickt mir zu, sprechen kann er noch nicht.

Ich gehe in Richtung Campingplatz davon, um endlich den Schmutz von meinen Armen und Beinen waschen zu können.

Am Campingplatz erinnert mich eine andere Läuferin daran, den Chip abzugeben. Stimmt, daran habe ich gar nicht gedacht!

Als ich meine Sachen aus dem Auto hole und zu den Waschräumen gehe, merke ich, dass die Schmerzen wesentlich weniger geworden sind. Auch was Neues. Mit brutalen Schmerzen starten und mit nur noch leichten Schmerzen ins Ziel kommen.

Mal sehen, wie sehr ich morgen leide.

Meine tatsächliche Zielzeit war 06:56,20 Stunden, damit wurde ich Siebente in meiner Altersklasse. Tagesbestzeit bei den Damen lief Ulli Striednig. Und auch die Pyramidenkogel Wertung hat sie klar für sich entschieden. Respect!

Trailrunning macht Spaß. Ich werde in Zukunft öfter offroad starten. Erkenntnis Nr. 4: Ich muß mir jetzt richtige Trail Running Schuhe kaufen. Mit den ASICS Triathlon Schuhen, das geht gar nicht.

8.10.11 19:21


Zusammenfassung

Auch das Activate Sensitiv führt zu dem "flush-effekt". Und so nehme ich das Pulver nur sehr selten in der Früh. Weil ich eine sehr helle Haut habe, fällt es natürlich extrem auf, wenn ich plötzlich rote Flecken habe und diese sind nach der Einnahme des Activizers so arg, dass sie über den ganzen Oberkörper verteilt fast an einen Nesselausschlag erinnern. Die Frage stellt sich mir dann, was mir wichtiger ist. Die unbestreitbar beeindruckende Wirkung des Pulvers oder die irritierten Blicke meiner Umwelt.

Das Restorate Pulver nehme ich dafür weiter immer vor dem Schlafengehen, weil es mir hilft, aus dem minimalen Zeitbudget, das mir zum Schlafen und Erholen bleibt das Maximum herauszuholen.

23.8.11 09:14


Tag 15, Samstag, der 06. August 2011

Okay, ich hab gestern Abend schon wieder mit dem Restorate begonnen und heute Morgen wieder den Effekt bemerkt, dass ich nach etwas weniger Schlaf als gewohnt fit und munter bin.

Nach dem Aufstehen hab ich dann wieder den Turbo mit Hilfe des Activize gezündet und bin dann 15 Kilometer laufen gegangen. Das Knie hats ohne Probleme hingenommen.

Am Abend bin ich dann zum Nachtdienst gegangen, also wird das Restorate erst am Morgen zum Einsatz kommen, wenn ich mich schlafen lege...

6.8.11 23:10


kleine Unterbrechung...

Am 31.07.2011 hatte ich einen dezenten Dienstunfall, bei dem ich mir das Knie ordentlich beleidigt habe. Im danach leider nötigen Krankenstand habe ich auch mit dem fitline Konsum ausgesetzt, denn weder konnte ich Sport machen, noch erfordert das Zuhause-trüb-Herumsitzen besondere geistige Fitness...

Am Donnerstag, dem 4. August habe ich dann meine Hausärztin bekniet, mich wieder gesund zu schreiben, sonst hätte ich vermutlich einen akuten Lagerkoller erlitten!

Und seit Freitag bin ich wieder in Amt und Würden, vorerst mit einer Knie-Orthese ausgestattet, weshalb ich auch noch nicht gleich wieder losgelaufen bin und somit gehts mit dem Fitline Test erst am Samstag, dem 06. August weiter...

6.8.11 23:06


Tag 9: Montag, 25. Juli 2011

Guten Morgen ohne Muskelkater! Na gut, von 20 Kilometern bekomme ich schon lange keinen Muskelkater mehr, aber normalerweise würde ich heute nur regenerativ unterwegs sein. Spielts aber nicht, denn um 12:00 Uhr habe ich wieder Power Plate Training gebucht. Also um 10:30 Uhr aufstehen, Morgengymnastik, Activizer und dann mit dem Rad in die Stadt zum Power Plate Training. Ich bemerke, dass meine Bauch- und Rückenmuskulatur deutliche Schwächen hat und beschließe, darauf künftig mehr Bedacht zu nehmen bei meinem Training.

Nach einigen privaten Erledigungen sitze ich schon wieder am Rad und düse in die Arbeit. Nachtdienst bis 06:30 Uhr steht am Programm. Das Restorate hab ich zwar mitgenommen, aber ich habe keine Ruhepause, die ganze Nacht high life und somit kurble ich um 07:00 Uhr wieder Heim, wo ich gegen 08:00 Uhr ins Bett kippe. Nach der Einnahme des Restorate, versteht sich!

Das Schwimmtraining um 09:00 Uhr lasse ich diesmal wohl ausfallen...

26.7.11 05:39


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